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Vergoldung

Was ist eine Vergoldung?

Unter Vergoldung versteht man das Beschichten eines metallischen oder nichtmetallischen Gegenstands mit einer dünnen Schicht aus Gold. Ziel ist es, dem Objekt das Aussehen, den Glanz und teilweise auch die Korrosionsbeständigkeit von echtem Gold zu verleihen.
Die aufgetragene Goldschicht kann je nach Verfahren, Material und Verwendungszweck unterschiedlich dick sein – von wenigen Nanometern bis zu mehreren Mikrometern.

Vergoldung wird sowohl bei Schmuckstücken als auch bei Uhren, Dekorationsobjekten, Elektronik oder Kunstgegenständen angewendet. Bei Schmuck dient sie vor allem dazu, preiswertere Materialien optisch aufzuwerten, ohne den Charakter echten Goldschmucks zu verlieren.

Wie entsteht eine Vergoldung?

Es gibt verschiedene Verfahren, um eine Goldschicht aufzutragen. Die wichtigsten sind:

1. Galvanische Vergoldung (Elektrovergoldung)
Dies ist das am häufigsten verwendete Verfahren. Dabei wird das Schmuckstück in ein Gold-Elektrolytbad getaucht, durch das elektrischer Strom geleitet wird.
Die Goldionen lagern sich an der Oberfläche des Metalls ab und bilden eine gleichmäßige, haftfeste Schicht. Diese Methode ermöglicht präzise Kontrolle über die Schichtdicke und sorgt für eine glatte, glänzende Oberfläche.

2. Feuervergoldung (Amalgamvergoldung)
Ein traditionelles, heute kaum noch verwendetes Verfahren, bei dem eine Gold-Quecksilber-Mischung aufgetragen und anschließend erhitzt wurde. Das Quecksilber verdampfte, während das Gold zurückblieb. Wegen der gesundheitsschädlichen Dämpfe wird diese Methode heute kaum noch eingesetzt.

3. PVD-Beschichtung (Physical Vapour Deposition)
Ein modernes, physikalisches Verfahren, bei dem Gold in einer Vakuumkammer verdampft und als feiner Film auf das Trägermaterial aufgebracht wird. Diese Beschichtung ist sehr gleichmäßig, abriebfest und farbstabil – ideal für Uhren und hochwertige Schmuckstücke.

4. Blattvergoldung (Anschlagen mit Blattgold)
Bei dieser Technik wird extrem dünnes Blattgold von Hand auf die Oberfläche aufgebracht. Sie wird vor allem bei Kunstobjekten, Bilderrahmen oder Möbeln angewendet, seltener bei Schmuck.

Welche Materialien werden vergoldet?

Meist werden Silber, Kupfer, Messing, Bronze oder Edelstahl vergoldet.
In der Schmuckherstellung spricht man häufig von „Silber vergoldet“ oder „Messing vergoldet“, je nach Grundmaterial.
Auch nichtmetallische Materialien wie Glas, Porzellan oder Kunststoff können mit speziellen Verfahren vergoldet werden, um luxuriöse Akzente zu setzen.

Welche Arten von Vergoldung gibt es im Schmuckbereich?

Feinvergoldung: Sehr dünne Goldschicht, meist unter 1 Mikrometer stark. Sie verleiht schönen Glanz, ist jedoch empfindlicher gegen Abrieb.
Hartvergoldung: Dickere Schicht (bis ca. 10 Mikrometer), oft mit zusätzlicher Legierung für erhöhte Härte und Haltbarkeit.
Rosé- oder Rotvergoldung: Hier wird eine Goldlegierung mit höherem Kupferanteil verwendet, um den typischen roséfarbenen Ton zu erzeugen.
Weißvergoldung: Wird mit hellen Goldlegierungen oder durch Rhodiumbeschichtung erzielt, um einen silbrig-weißen Effekt zu schaffen.

Wie lange hält eine Vergoldung?

Die Haltbarkeit einer Vergoldung hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Dicke der Goldschicht: Je dicker, desto widerstandsfähiger.
  • Trägermaterial: Edelstahl hält eine Vergoldung meist besser als Kupfer.
  • Trageverhalten: Häufiger Kontakt mit Haut, Wasser, Parfüm oder Chemikalien kann die Schicht schneller abnutzen.
  • Art der Beschichtung: PVD-Vergoldungen sind besonders langlebig und abriebfest.

Mit richtiger Pflege kann eine hochwertige Vergoldung viele Jahre ihren Glanz behalten. Bei Bedarf lässt sich die Schicht jederzeit erneuern oder nachvergolden.

Wie pflegt man vergoldeten Schmuck richtig?

Vergoldeter Schmuck sollte besonders schonend behandelt werden, um die dünne Goldschicht nicht abzureiben.
Empfohlen wird:

  • Nach dem Tragen mit einem weichen, trockenen Tuch abwischen.
  • Kontakt mit Parfüm, Lotion, Haarspray, Chlor und Reinigungsmitteln vermeiden.
  • Schmuck nicht beim Duschen, Schwimmen oder Sport tragen.
  • Einzelne Stücke getrennt voneinander aufbewahren, um Kratzer zu verhindern.

Wenn die Vergoldung mit der Zeit verblasst, kann ein Juwelier sie professionell auffrischen oder neu vergolden.

Wie erkennt man vergoldeten Schmuck?

Vergoldete Schmuckstücke tragen häufig eine Kennzeichnung wie „vergoldet“, „gold plated“, „GP“ oder „GE“ (galvanisch vergoldet).
Im Gegensatz zu massivem Goldschmuck besitzen sie keine Feingehaltsangabe wie „333“, „585“ oder „750“.
Bei Zweifeln kann eine Fachprüfung beim Juwelier oder im Labor Aufschluss über die Art und Dicke der Goldschicht geben.

Fazit

Vergoldung verbindet ästhetischen Luxus mit Erschwinglichkeit. Sie erlaubt es, Schmuckstücke mit dem Glanz echten Goldes zu gestalten, ohne dass sie aus massivem Edelmetall bestehen müssen. Ob durch moderne PVD-Technik, klassische Galvanisierung oder traditionelle Blattvergoldung – jede Methode hat ihren eigenen Charakter und Anwendungsbereich. Richtig gepflegt, bleibt vergoldeter Schmuck lange schön, elegant und strahlend – eine perfekte Verbindung von Stil, Handwerk und Technologie.

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